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Ein Experiment: Maroni selbst braten & mit allen Sinnen genießen

Maroni selbst braten

Maroni gehören in der kalten Jahreszeit einfach dazu, finden wir. Genießen kann man sie gemeinsam bei einem Glas Kinderpunsch am Christkindlmarkt, aber auch zu Hause. Hier eine Anleitung, wie ihr sie blitzschnell macht, aber dafür ganz langsam und mit allen Sinnen genießt und dabei ein kleines Experiment wagt…

Anleitung Maroni selbst zu Hause braten

Die frischen Maroni (diese sinken in einem Wasserglas auf den Boden) mit einem scharfen Messer kreuzweise einritzen. Bei ca. 220 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 20 Minuten in das Backrohr geben.  Stellt eine Tasse Wasser dazu damit sie nicht austrocknen. Es ist wirklich keine Hexerei und schon könnt ihr sie euch schmecken lassen :)

Eine kleine Übung für Groß & Klein: Mit allen Sinnen genießen

Die Idee die ich euch jetzt vorstelle kommt eigentlich auch der Achtsamkeitlehre und wird im Original mit einer Rosine gemacht. Gerade in der Vorweihnachtszeit hetzen wir oft von A nach B und essen schnell nebenbei etwas weil wir denken ein ruhiges Essen geht sich zeitlich nicht aus. Dadurch fühlen wir uns gestresst.

Dazu gibt es eine Überlieferung aus dem Zen-Buddhismus die meiner Meinung nach sehr gut dazu passt:

Ein Schüler fragte einmal seinen Meister, warum dieser immer so ruhig und gelassen sein könne.

 

Der Meister antwortete:

“Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich.”

 

Der Schüler fiel dem Meister in Wort und sagte:

“Aber das tue ich auch! Was machst Du darüber hinaus?”

 

“Nein”, sagte da der Meister. “Wenn Du sitzt, dann stehst Du schon.
Wenn Du stehst, dann gehst Du schon.
Wenn Du gehst, dann bist Du schon am Ziel.”

Anleitung Maroni selbst braten

Die Maroni eignen sich wunderbar dafür auszuprobieren was sich ändert, wenn wir uns nur auf eine einzige Sache konzentrieren. Die Übung macht Kindern ab 3 oder 4 Jahren sehr viel Spaß und ist für uns Erwachsene eine schöne Erinnerung daran, was genussvolles Essen wirklich bedeutet.

Dafür setzt ihr euch um den Familientisch und ein Erwachsener liest die einzelnen Schritte vor – dann erzählt ihr euch gegenseitig was ihr dabei entdeckt.

  1. Wir legen die Maroni in unsere Hand: Welche Gedanken gehen uns durch den Kopf wenn wir die Maroni sehen?
  2. Wir sehen uns die Maroni genau an: Was fällt uns auf?
  3. Wir berühren die Maroni: Wie fühlt sie sich an?
  4. Wir riechen daran: Wie riecht die Maroni, woran erinnert uns der Geruch?
  5. Jetzt erst geht es ans Essen: Wir beißen jetzt endlich hinein, wie schmeckt sie, wie verändert sie sich wenn wir sie kauen?
  6. Schlucken: Wie fühlt es sich an, wenn wir sie schlucken?

Ich wünsch euch viel Spaß bei diesem Experiment!
Alles Liebe,
Karin

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