Lange war mir nicht bewusst, dass meine Entscheidung, mich täglich auf die Suche nach klitzekleinen Jubelmomenten zu machen, nichts anderes ist, als mehr Dankbarkeit in mein Leben zu lassen. Gerade in herausfordernden Zeiten fällt es uns oft besonders schwer, dankbar zu sein. Wenn Sorgen, Trauer oder Erschöpfung überwiegen, scheint der Blick für das Gute wie hinter einem Schleier. Doch genau dann ist Dankbarkeit ein Anker, der uns hilft, nicht unterzugehen. Sie erinnert uns daran, dass es – selbst mitten im Chaos – noch kleine Lichtpunkte gibt, an die wir uns halten können.
Dankbarkeit ist eine unglaublich kraftvolle und transformierende Energie. Wenn man mich fragen würde, was mein Leben am meisten zum Positiven verändert hat, dann ist es das. Dankbarkeit verändert einfach alles.
Auf einen Blick
- Dankbarkeit hilft, selbst in schwierigen Zeiten Halt zu finden.
- Sie verändert die Wahrnehmung – weg vom Mangel, hin zum Guten.
- Schon kleine Alltagsübungen können deinen Blick nachhaltig verändern.
- Dankbarkeit lässt sich trainieren – morgens, abends oder zwischendurch.
Was gibt Halt, wenn das Leben schwer ist?
Es gibt Phasen, in denen wir das Gefühl haben, die Momente, in denen wir glücklich sein können, seien uns gänzlich abhandengekommen. Wenn wir mit tiefer Trauer, großer Angst oder einem einschneidenden Verlust konfrontiert sind, sehen wir nur zu oft kein Licht am Ende des Tunnels. Wir sind eingehüllt in Dunkelheit. Gerade dann kann Dankbarkeit so viel verändern und uns wieder Halt geben. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Die kleinen Momente, in denen noch ein Fünkchen Freude oder Zufriedenheit aufblitzt, wirken wie dünne Strohhalme, an denen wir uns wieder aufrichten können. Je geübter wir darin sind, das Gute zu erkennen, desto leichter finden wir Mut und Zuversicht.
Ein Experiment: Schau mal 10 Jahre zurück
Alles, was wir dafür brauchen, ist ein klein wenig Übung und den Willen, unseren Blick auf das zu lenken, was wir haben. Ein einfaches Experiment hilft dabei: Geh gedanklich 10 Jahre zurück und überlege dir, welche Wünsche du damals hattest. Wie alt warst du damals? Wie waren deine Lebensumstände? Wie viele davon haben sich mittlerweile erfüllt – vielleicht ohne, dass du sie heute noch bewusst wahrnimmst? Uns Ziele zu setzen ist nichts Schlechtes. Aber es verändert alles, wenn wir im Jetzt erkennen, wie viel bereits da ist. Dankbarkeit kannst du überall üben – beim Aufstehen, beim Zähneputzen, im Gespräch mit anderen.
Dankbarkeitsübung am Morgen
Eine schöne Gelegenheit bietet sich noch vor dem Aufstehen. Statt mit Gedanken wie „Na wunderbar, draußen regnet’s, das wird wieder ein Verkehrschaos“ in den Tag zu starten, kannst du den Morgen bewusst beginnen. Spüre Dankbarkeit dafür, dass du aufgewacht bist – für einen neuen Tag, an dem du dein Leben gestalten kannst. Vielleicht einen liebevollen Blick zu deinem Partner werfen. Den Duft der Kinderhaare einatmen. Dich daran erinnern, wie viel Glück darin liegt, geliebt zu werden. So erschaffst du dir selbst kleine Glücksmomente, indem du das, was da ist, nicht mehr als selbstverständlich wahrnimmst. Im Grunde genommen ist nichts selbstverständlich. Wenn du dich regelmäßig vom Leben überraschen lässt und wieder mehr begeistert über Dinge bist, die früher als selbstverständlich genommen hast.
Ich hab es selbst erfahren. Vor meinem Burnout hab ich beinahe alles als selbstverständlich angesehen. ich hab gar nicht wahrgenommen, wenn Blumen auf der Wiese blühten, oder die Jahreszeiten gewechselt haben. Das ist spurlos an mir vorüber gegangen. Mittlerweile ist das anders. Jetzt sehe ich nichts als selbstverständlich, die Natur, meine Freunde, mein Ehemann, meine Kinder. Ich freue mich jeden Tag an dem wir gemeinsam durch dieses Leben gehen können. Selbst im Businessbereich: Ich nehme keine Kundin, keine Klientin als selbstverständlich – für jede Person mit der ich zusammenarbeiten kann, bin ich dankbar. Das verändert so viel, weil es viele kleine Momente sin, die den Tag besonders machen.
Tipp: Murmeln für mehr Momente der Dankbarkeit
Statt abends durchzugehen, was alles nicht geklappt hat, rufe dir drei Momente in Erinnerung, für die du dankbar bist. Wenn du sie leicht vergisst, hilft eine einfache Übung: Lege dir morgens drei kleine Kichererbsen oder Murmeln in die rechte Hosentasche. Immer wenn du im Laufe des Tages einen Moment der Dankbarkeit spürst, wandert eine davon in die linke Tasche. Abends – beim Leeren der Taschen – siehst du: Selbst an schwierigen Tagen gab es Lichtblicke. Mich fasziniert das immer, wenn ich an Tagen, an denen alles schief gelaufen ist, trotzdem immer Momente finde, für die ich dankbar sein kann.
Impulse in der Jubeltage App
Manchmal vergessen wir im Alltag, wie viel Gutes längst da ist. In der Jubeltage App findest du täglich kurze Impulskarten und Sprachnachrichten, die dich daran erinnern, achtsam innezuhalten und wieder bewusst wahrzunehmen, was dich trägt. Viele Nutzerinnen erzählen, dass diese kleinen Alltagsmomente ihnen helfen, ruhiger zu werden und das Schöne im Leben wieder klarer zu sehen.
FAQ: Dankbarkeit im Alltag
Wie kann ich etwas finden, für das ich dankbar bin?
Indem du kleine, tägliche Rituale einführst – wie morgens kurz innehalten oder abends drei Dinge notieren, die gut waren. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer.
Warum fällt mir das so schwer?
Weil unser Gehirn auf Probleme fokussiert ist – ein evolutionäres Erbe. Dankbarkeit ist wie ein Muskel, der durch Übung wächst.
Hilft Dankbarkeit auch bei Trauer oder Verlust?
Ja. Sie ersetzt den Schmerz nicht, aber sie erinnert dich daran, dass es trotz allem kleine Momente des Lichts gibt – und das kann unglaublich tröstlich sein.



