Jubeltage
Jubeltage on Tour

Die Jubeltage-Family auf Europa-Tour: Teil 1 – Anreise, Gent & Oostende

Letztes Jahr im Sommer haben mein Mann und ich den Plan gefasst mit den Kindern im Sommer 2017 eine „größere“ Reise zu machen. Vor knapp 20 Jahren von 1998 bis 2001 sind wir mit „Interrail“ mehrere Sommer lang durch Europa gefahren (*räusper* damals noch ohne Handy, booking.com oder tripadvisor) So etwas Ähnliches mit den Kindern zu machen, fanden wir eine spannende Sache. Wie es uns dabei ergeht bzw. ergangen ist, werden ich euch in der nächsten Zeit hier am Blog berichten.

Wir lassen uns überraschen

Vielleicht vorab: Es gibt keine fixe Reiseroute und auch keinen fixen Reisezeitraum, denn wir haben uns vorbehalten die Reise jederzeit abzubrechen, wenn es uns oder den Kindern zu viel wird. Einige Wochen hätten wir theoretisch Zeit herumzufahren, allerdings wollen wir uns nicht festlegen auch die gesamte Zeit unterwegs zu sein. Wir waren noch nie so lange Zeit 24 Stunden als Familie zusammen, deshalb können wir auch nicht sagen was das mit uns macht. Wir lassen uns überraschen…

Anreise mit dem Autoreisezug nach Düsseldorf

Als Verkehrsmittel haben wir uns schweren Herzens für das Auto und gegen den Zug entschieden. Wir finden es praktisch immer alles mit zu haben, nicht so viel Gepäck schleppen zu müssen und auch sehr flexibel zu sein was An-, Ab- und Weiterreise betrifft. Allerdings wollten wir in der ersten Strecke richtig „Meter machen“ und reisten deshalb mit dem Euronight bzw. dem Autoreisezug nach Düsseldorf. Um 19.50 Uhr haben wir das Auto verladen – da waren wir dann schon sehr aufgeregt, denn wir wussten: „Jetzt geht es los!“ Abfahrt des Zuges war um ca. 20:30 Uhr – sehr optimal mit Kindern.

Autoreisezug mit Kindern

Die Nacht im Zug war ok, aber dass wir super ausgeschlafen ausgestiegen sind möchte ich nicht behaupten. Wir haben zu viert in einem 3er-Schlafwagen-Abteil übernachtet was wirklich Mini-Mini-Mini ist. Die Größe der Betten war ausreichend (die Kinder haben in einem Bett geschlafen) aber das Abteil selbst war einfach winzig. Ich vermute mal, dass wir mit einem Liegewagen-Familienabteil besser dran gewesen wären. Das war aber leider im Mai schon ausgebucht. Hier ist wirklich mein Tipp: Ganz, ganz früh buchen. Man kann sogar noch umbuchen und stornieren, aber die Autoreisezüge sind sehr schnell voll. Wir wollten ursprünglich mit dem Zug nach Hamburg fahren, das war aber schon Anfang Mai nicht mehr möglich, weil ausgebucht. Um 8.40 Uhr sind wir in Düsseldorf angekommen. Es ist schon sehr praktisch über Nacht und ohne großen Zeitverlust so eine große Strecke zurücklegen zu können. Am Zielort solltet ihr ca. 30 Minuten Wartezeit einplanen bis ihr euer Auto wiederbekommt.

Leckeres Essen in Gent & erstes Urlaubsfeeling

Dann ging es für uns problemlos über Brüssel weiter nach Gent. Nachdem es um die Mittagszeit war, wollten wir dort eine Kleinigkeit essen. Wir haben es gewagt und sind mit dem Auto mitten in die Innenstadt gefahren und haben dort sofort einen Parkplatz bekommen. Darüber waren wir sehr überrascht. Falls das nicht möglich ist, gibt es auch mehrere Parkhäuser in denen man für einen so kurzen Abstecher parken kann. Als wir in die Altstadt von Gent spaziert sind und dort ein Straßenmusiker gespielt hat, hatte ich Tränen in den Augen – ich dachte nur: „Ich kann es nicht fassen, wir sind tatsächlich im Urlaub angekommen.“ Gegessen haben wir bei De Witte Leeuw direkt am Wasser der Leie. Das Lokal können wir auch mit Kindern uneingeschränkt empfehlen, denn sie können in der Fußgängerzone davor auf- und ablaufen, die Pommes Frites, die Salate sind einfach köstlich. Wir waren überrascht, dass es trotz der guten Lage und für die Qualität des Essens preislich wirklich sehr ok war. Anschließend sind wir noch kurz durch Gent – eine wirklich wunderschöne Stadt – spaziert um dann weiter nach Oostende zu fahren.

Erst einmal ankommen in Oostende

Den Kurort an der belgischen Küste haben wir uns ausgesucht um mal anzukommen und zu realisieren, dass die Reise wirklich beginnt. Das war wirklich sehr wichtig. Das „Reisehandbuch für Familien“ das ich euch wirklich sehr empfehlen kann, hat uns gut auf diese Phase vorbereitet. Wenn der gesamte Druck des Alltags abfällt, dann müssen sich alle Familienmitglieder auf die neue Situation einstellen und es kracht ein bißchen im Gebälk. Wir haben auch tatsächlich erst hier gespürt wie müde wir sind. Also folgten wir der Devise: Es langsam angehen, keine großen Aktivitäten, sondern einfach mal den Strand, das Meer genießen und die Zeit die wir miteinander haben. Oostende ist ideal dafür. Wir hatten ein Hotel direkt am Strand gebucht und konnten (nach einem Zimmerwechsel) sogar das Meer sehen.

Wie es weitergeht? Ich werde berichten…

Eure Karin

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