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Zyklisch leben, aber wie? Beginne mit einem Zyklus-Rad

Zyklisch ist das Gegenteil von linear. So wie die Jahreszeiten. Sie kommen und gehen – Jahr für Jahr. Anders als bei den Jahreszeiten spricht aber kaum jemand über den Menstruationszyklus. Wenn, dann werden Probleme, wie Schmerzen und miese Stimmungen vor den Tagen, thematisiert. Von dem Bild, welches dann noch zusätzlich durch die Werbeindustrie vermittelt wird, ganz zu schweigen.

Weil du es dir wert bist

Zyklisch leben geht relativ leicht. Du musst nämlich lediglich deinen Körper beobachten und dir ein paar Notizen machen. Denn den eigenen Zyklus zu kennen, heißt in erster Linie DICH SELBST ZU KENNEN – was dir guttut, was nicht, was du heute willst und brauchst und was absolut nicht. Jede Zyklusphase hat Stärken und Vorteile. Kurz vor der Menstruation fühlen wir uns anders, als um die Zeit des Eisprungs.

Wir Frauen sind von Natur aus zyklische Wesen – und das ist unsere Superpower.

Die inneren Jahreszeiten

Mit den vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind wir vertraut. Aber wie sieht es eigentlich mit deinen inneren Jahreszeiten aus? Weißt du, wann du im inneren Winter bist und was das für dich bedeutet? Der Menstruationszyklus besteht aus vier Phasen, biologisch gesprochen: Menstruation, Follikelphase, Eisprung, Lutealphase. Der erste Tag der Menstruation steht für den Zyklustag 1. Mit der einsetzenden Menstruation beginnt also ein neuer Zyklus, den ich gerne in die vier inneren Jahreszeiten einteile.

Winter: Während der Menstruation befinden wir uns im inneren Winter. Wir sind ganz bei uns. In dieser Phase tut uns Ruhe und Stille gut. Die Außenwelt nimmt an Wichtigkeit ab und wir reflektieren, ob wir uns im (Arbeits-)Leben wohlfühlen. Wir werden langsamer und regenerieren uns.

Frühling: Nach der Menstruation folgt der innere Frühling. Die Energie kehrt zurück und wir blühen wieder auf. In dieser Zyklusphase sind wir Frauen oft mutig und neugierig. Eine gute Zeit, um für sich selbst und für tolle Projekte und Ideen einzustehen und sie anzupacken.

Sommer: Wir zeigen uns gerne nach Außen und haben Freude an Gemeinschaft. Da wir oft voller Energie sind und unsere Ausdauer groß ist, fühlen wir uns oft wie Superheldinnen, die bereit sind, fast Unmögliches zu erreichen.

Herbst: Der Zyklus-Herbst ist die Zeit des Loslassens. In dieser Zeit ist es meistens nicht mehr möglich, so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Also stellen wir uns den Tatsachen, anstatt dagegen anzukämpfen (PMS lässt grüßen). Im Zyklus Herbst denken wir sehr klar und darin liegt auch die Kraft dieser Zeit. Wir können unser Leben selbstbestimmt und frei gestalten.

Bahnbrechende Erkenntnisse mit dem Zyklusrad

Es gibt Dinge, welche jeden Monat, um die gleichen Zyklustage herum, auftauchen. Oft wird uns sowas erst durch das Aufzeichnen während einiger Monate klar. Wenn du deinen Körper genau beobachtest, entdeckst du, dass Launen, Schmerzen oder Ängste, aber auch extrem produktive Tage, sich immer an speziellen Zyklustagen wiederholen. Ich hatte über viele Jahre lang an den gleichen Zyklustagen Schluckenweh. Nachdem ich jetzt weiß, wann dieser Tag bevorsteht (in meinem inneren Herbst), kann ich jetzt vorbeugend etwas dagegen unternehmen. Dieser eine  Zyklustag war lange der schlimmste – ohne, dass ich recht wusste, warum. Heute weiß ich, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt immer im Wechsel vom inneren Sommer zum inneren Herbst befinde.

Deinen Zyklus zu beobachten und stichwortartig aufzuschreiben, kann somit dein Leben positiv verändern. Probiere es aus und führe über einige Monate ein Zyklusrad und du wirst bald merken, was für ein RIESENPOTENZIAL in deinem Zyklus steckt.

Hier kannst du Anleitung und Vorlage für ein Zyklusrad herunterladen.

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