Karin Graf-Kaplaner
Karin Graf-Kaplaner
Karin hat Jubeltage gegründet und die App entwickelt, um es dir leicht zu machen, Tag für Tag etwas für deine mentale Gesundheit zu tun. Denn auch wenn wir das immer wieder vergessen: Sie bestimmt unsere Lebensqualität. 2012 hat ein Burnout ihre gesamte Welt auf den Kopf gestellt und Karins Perspektive auf das Leben für immer verändert. Als Slow Business Mentorin & psychosoziale Beraterin begleitet sie dich raus aus ständiger Erschöpfung & Überforderung, hin zu mehr Kraft, innerer Stärke und gesunden Grenzen. Die 366 Impulskarten und Sprachnachrichten in Jubeltage App sind von ihr geschrieben & gesprochen. Von Mensch zu Mensch - ganz ohne KI.
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Wir werden ja auf Social Media und in Magazinen, auf diversen Webplattformen, in Podcasts und Büchern von tollen Angeboten und von großartigen Selbstfürsorge-Tipps nur so überschwemmt. Wie findest du wirklich das, was einen Unterschied für dich macht?

Auf einen Blick

  • Warum viele klassische Selfcare-Tipps eher Druck als Entlastung erzeugen.
  • Wie du deinen persönlichen „Knackpunkt“ findest, der über dein Wohlbefinden entscheidet.
  • Warum es hilfreicher ist, 1–2 Must-haves konsequent zu pflegen, statt alles „richtig“ zu machen.
  • Wie kleine, bewusste Schritte Stabilität geben – auch in herausfordernden Zeiten.

Der Dschungel an Selfcare Angeboten

Wir sollen gesünder essen, auf jeden Fall weniger tierische Produkte, am besten gleich vegetarisch. Nein, vegan, denn alles andere ist ja Humbug. Oder doch lieber ketogen, Aber bevor wir überhaupt beginnen, unsere Ernährung umzustellen, ist es wichtig, dass wir mit einem Detox beginnen, mit Saftfasten oder Basenfasten vielleicht doch dann Wasserfasten.

Außerdem wäre es wichtig, eine Morgenroutine zu etablieren. „Was? Du hast noch keine? Wie hast du eigentlich bisher überlebt?“, frage ich mich.

Wir sollten mit Zitronenwasser starten am besten lauwarm, nein heiß, am besten am Vortag abgekocht 10 Minuten gekocht nach Ayurveda, das wirkt auskratzend oder wir können das Wasser auch in den Mond stellen, das ist noch besser. Wir können es auch mit Heilsteinen anreichern und so weiter, links herum oder rechts herum gedreht trinken Mit dem Zitronenwasser ist es ganz wichtig, dass wir unsere Nahrungsergänzungsmittel nehmen, Supplements, ohne die geht aktuell überhaupt gar nichts oder statt dem Zitronenwasser, wenn wir das möchten, auch in Smoothies weil da schmecken die Supplements am besten.

Da gibt es auch ganz viele Pulver und so weiter, die man da nehmen kann. Eine Abendroutine, das habe ich vergessen, wäre natürlich auch nicht schlecht. Du hast noch keine Abendroutine? Tja, shame on you, kann ich da nur sagen. Und was das ganze Thema Bewegung und Körperarbeit betrifft, sollten wir natürlich Yoga machen und Atemsessions, hula hoop natürlich.

Wir könnten auch zu Laufen beginnen, wobei Cardio ist ja eigentlich gar nicht so sinnvoll habe ich gehört. Da ist HIT viel besser, hauptsächlich Krafttraining viel besser als Laufen oder Cross Trainer oder am Rad zu sitzen. Und natürlich unsere spirituelle und persönliche Weiterentwicklung soll keinesfalls zu kurz kommen, wenn es um Selbstfürsorge geht.

Wir sollten meditieren, am besten täglich mindestens eine halbe Stunde. Seelenreisen sind auch sehr zu empfehlen oder Schweigeretweets. Ein Journal brauchen wir natürlich auch, ob mit Bullets oder ohne. Oder wir sollten am besten permanent reflektieren und manifestieren. Es gibt auch noch Schwitzhütten und Frauenkreise, Online-Workshops, Kakao-Zeremonien und so weiter.

Es ist ein förmlicher Dschungel aus Angeboten, die alle gut für uns sein sollen. Und bitte verstehe mich jetzt nicht falsch. Alle diese Angebote haben ihre Berechtigung und alle diese Angebote sind wertvoll.  Warum? Weil wir Menschen ganz unterschiedlich sind. Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass nicht jedes Angebot und jede Lebensweise für jeden und jede von uns gleich gut geeignet ist . 

Wie du herausfindest, was für dich einen Unterschied macht

Mir geht es um eine Sichtweise, die dich und deine Bedürfnisse wieder vollkommen in den Mittelpunkt stellt, egal was da draußen alles angeboten wird. Wo nicht die Frage im Raum steht: Was sollte ich tun? Sondern wo du dich fragst, was dient mir wirklich und was brauche ich wirklich. Was diesen Ansatz so besonders macht, ist auch, dass wir nicht versuchen, in allen Bereichen unseres Lebens liebevoll und selbstfürsorglich mit uns umzugehen und überall zu schrauben zu drehen zu verbessern zu optimieren und dementsprechende Maßnahmen umzusetzen. Nein, wir konzentrieren uns auf die Knackpunkte die wirklich einen Unterschied für unser Wohlbefinden unsere Energie und unsere Lebensqualität machen.

„Stelle dir deshalb die Frage: Was ist diese eine Sache, die stimmen muss, damit du dich Wohler in deinem Leben und in deinem Körper fühlst?“

Wenn wir uns nämlich die Must-Have Selbstfürsorgemaßnahmen bewusst machen, dann bekommen die nämlich auch eine ganz andere Priorität. Richtig, sie sollten so viel Priorität haben, Dass sie nicht mehr unter die Räder kommen, auch wenn es im Alltag einmal stressig ist, wenn es einmal wirklich, wenn alles wegbricht, wenn die ganzen Nice-to-have-Geschichten wegfallen, bleibt diese eine Maßnahme übrig, auf die du nicht verzichtest.

Mein Must-have: Meinen Nacken geschmeidig und bei Laune halten

Bei mir ist es zum Beispiel mein Nacken bzw. in Kombi auch mein Rücken, aber vor allem mein Nacken. Wenn mein Nacken verspannt ist bzw. meine Halswirbelsäule beleidigt ist, das trifft es eher, Ist mein Leben wirklich nahezu im Eimer? Ich habe Schwindelgefühle, ich fühle mich unsicher durch dieses ständige Schwanken, das ich habe.

Ich fühle mich weinerlich und sehe manchmal auch ein bisschen verschwommen, möchte mich am liebsten im Bett verkriechen, was ganz schlecht ist, weil durch das Liegen die Beschwerden nur noch stärker werden. Das heißt also für mich, um mich richtig wohl zu fühlen sowohl körperlich als auch seelisch, ist es unverzichtbar für mich zu verhindern dass sich mein Nacken verspannt und ich wieder schwindlig werde.

Weil wenn das der Fall ist, geht es mir einfach nicht gut. Das heißt, wenn ich jetzt weiß, dass das wirklich ein Knackpunkt in meinem Wohlbefinden ist, dann ist es meine Hauptaufgabe darauf zu achten. Zitronenwasser hilft mir da zum Beispiel nicht. Auch wenn das vielleicht total gut ist, das möchte ich gar nicht werten, gar nicht in Frage stellen.

Mein Nacken ist für mich einfach der wichtigste Punkt. Das heißt, versuche wirklich in nächster Zeit in dich zu gehen und beobachte deinen Körper, deine Seele, deinen Geist und versuche wie ein Detektiv herauszufinden was dein Knackpunkt ist und was deine Must-Have-Selbstfürsorge-Maßnahmen sind. Die kann man nämlich davon dann ableiten. Ich weiß, das klingt fürchterlich unromantisch: Aber eines kann ich dir versprechen, es ist sehr effektiv.


Manchmal reicht schon ein kleiner Impuls, um im Alltag den Fokus zurück auf sich selbst zu lenken. Genau das findest du in der Jubeltage App: jeden Tag eine Karte mit einer stärkenden Sprachnachricht, die dich daran erinnert: DU BIST WICHTIG.


Mein Must-have 2: Einmal am Tag aufs Klo idealerweise am Morgen

Also wenn du jetzt sagst bei mir ist es eben der Nacken also nicht, was es bei dir ist, dann kannst du weiterschauen. Was gäbe es da an zweiter Stelle? An meiner zweiten Stelle, das ist jetzt nichts für zimperliche Seelen, bitte verzeiht mir, aber ich habe mir gedacht, nachdem ich ja immer wieder Tabus anspreche spreche ich auch das an.

An zweiter Stelle meiner Must-Have-Wohlfühl und Selbstfürsorgemaßnahmen steht, dass ich morgens einmal auf die Toilette gehen kann. Also morgens in den Morgenstunden so bis 10 Uhr optimalerweise, also bevor so wirklich der Tag beginnt 9, 10 Uhr ist optimal, also dass sozusagen diese Sache erledigt ist. Das klingt jetzt sehr komisch das ist aber so. Wenn das nicht der Fall ist, warum auch immer, weil ich zum Beispiel zu spät zu Abend gegessen habe oder weil ich Sachen gegessen habe, die meinen Körper zu stark belasten und er sie deshalb nicht so gut verarbeiten kann, dann fühle ich mich den ganzen Tag irgendwie so lala.

Nicht aufs Klo gehen zu können, ist für mich jetzt nicht so schlimm wie meine beleidigte Halswirbelsäule. Deshalb steht es auch nicht an Priorität 1. Aber es ist auch nicht gerade angenehm. Und deshalb ist es wichtig für mich dafür zu sorgen, dass das gut klappt weil es einfach wesentlich zu meinem Wohlbefinden und meiner Energie für den Tag beiträgt. Wie mache ich das? Wie gesagt, indem ich zum Beispiel relativ früh zu Abend esse und dann nur etwas Leichtes oder ein warmes Wasser in der Früh trinke. Und: Erst dann frühstücke, wenn die Sache positiv erledigt ist, das heißt meinem Körper eine längere Verdauungspause gönne.

Was alle anderen machen ist nicht so wichtig: Sei dein eigener Guru.

Das waren jetzt nur zwei Beispiele um klarer zu machen, was ich damit meine, du sollst wie ein/e Detektiv/in auf die Suche gehen. Wenn du diese wichtigen Punkte deines Wohlbefindens herausgefunden und erforscht hast oder dich einfach einmal auf diese Forschungsreise begibst, dann kannst du mit diesem Blick wirklich deine Bedürfnisse wieder in den Mittelpunkt stellen. Was alle andere machen, deine beste Freundin oder deine Tante ist absolut unwichtig. Sei dein eigener Guru in dieser Beziehung. Du kennst dich selbst am allerbesten du weißt, wie du funktionierst du weißt, was dir gut tut, was dir Kraft, was dir Energie gibt.

Und darum geht es ja auch bei all diesen Angeboten. Diese Angebote sind alle da, damit es dir besser geht. Dir kann es aber nur besser gehen, wenn du für dich das Richtige herausfindest. Da kann man natürlich auch ausprobieren, natürlich, auch ich habe sehr, sehr viel ausprobiert und werde auch weiterhin ausprobieren. Ich bleibe sehr sehr offen für viele Impulse von außen. Wenn du allerdings genau weißt, was du brauchst, dann kommt die Selbstfürsorge auch in schwierigen Zeiten nicht unter die Räder. Und das ist total wichtig, weil so geht es uns einfach besser und ein Tag fühlt sich viel eher wie ein Jubeltag an.

FAQ: Selbstfürsorge, die im Alltag wirklich stärkt

Was ist echte Selbstfürsorge?
Echte Selbstfürsorge bedeutet nicht, möglichst viele Routinen, Übungen oder Trends auszuprobieren. Sie beginnt dort, wo du ehrlich spürst: „Das brauche ich jetzt, damit es mir besser geht.“ Für die eine ist das ein Spaziergang, für die andere eine ruhige Tasse Tee oder ein Mittagsschlaf. Es geht nicht um Optimierung, sondern um Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.

Wie finde ich meinen „Knackpunkt“?
Deinen Knackpunkt erkennst du, wenn du dich fragst: Wann kippt mein Wohlbefinden? Bei mir ist es zum Beispiel der Nacken – sobald er verspannt ist, geht nichts mehr. Bei dir kann es Schlaf sein, Verdauung, regelmäßige Pausen oder der Kontakt zu Menschen, die dir guttun. Beobachte dich ein paar Tage lang wie eine Detektivin: Wo merkst du am stärksten, dass etwas aus dem Gleichgewicht gerät? Dort liegt dein Schlüssel.

Was, wenn ich kaum Zeit habe?
Viele glauben, Selbstfürsorge braucht Stunden. In Wahrheit sind es oft zehn Minuten, die den Unterschied machen. Ein paar Dehnübungen, ein bewusster Atemzug, ein „Nein“ zu einer Aufgabe, die dich überfordert – das reicht, um dich wieder zu stabilisieren. Entscheidend ist, dass du deine ein bis zwei Must-haves kennst und sie auch dann nicht weglässt, wenn es stressig wird. Gerade in diesen Zeiten brauchst du sie am dringendsten.

Und wenn ich es nicht schaffe?
Dann erinnere dich daran: Selbstfürsorge heißt nicht, alles perfekt umzusetzen. Schon der Moment, in dem du bemerkst, dass dir etwas fehlt, ist ein Fortschritt. Vielleicht gelingt es dir morgen oder nächste Woche. Druck hilft nicht – Verständnis für dich selbst dagegen sehr. Jeder kleine Versuch zählt.

Warum reicht es nicht, einfach den Tipps von außen zu folgen?
Weil du einzigartig bist. Was deiner Freundin guttut, muss für dich nicht passen. Zitronenwasser, Meditation, Journaling oder Yoga – all das kann wertvoll sein, wenn es dir wirklich dient. Dein Körper und deine Seele wissen besser als jedes Buch oder jede Expertin, was du brauchst. Deshalb: Hör dir gerne Impulse von außen an, aber entscheide immer selbst, was für dich stimmig ist.

Zähneputzen für die Seele

Die Jubeltage App erinnert dich Tag für Tag daran: Du bist wichtig.

Du bekommst täglich eine Impulskarte und eine Sprachnachricht, die dich stärkt. So machst du ganz nebenbei etwas für deine Mentale Gesundheit. Das Beste: Du kannst sie 14 Tage lang kostenlos testen – ohne automatische Verlängerung!

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