Jubeltage
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Achtsamkeit Bewusst & Sein Selbstfürsorge

Glaubenssätze loslassen: Glaub nicht alles, was du denkst!

Wie wir negative Glaubenssätze loslassen – und damit neue Leichtigkeit gewinnen!

„Das schaffe ich nie!“

„Ich werde garantiert wieder scheitern!

„Ich bin einfach nicht gut genug!“

Nur einige von vielen Glaubenssätzen, die Mag. Ruth Theuermann-Bernhardt häufig in ihrer Arbeit mit Müttern hört. Nicht zuletzt deshalb hat die Kinesiologin und Dipl. Mentaltrainerin ihr Empowerment-Programm „MasterMum“ gegründet, mit dem sie Mütter gezielt dabei unterstützt, wieder zu mehr Selbstvertrauen und Leichtigkeit im Alltag zu finden. Die zweifache Mama weiß aus der Erfahrung ihrer täglichen Arbeit und aus ihrer eigenen Geschichte, wie oft wir mit einschränkenden Glaubenssätzen konfrontiert sind, die wir irgendwann (unbewusst) übernommen haben. Und: wie lebensverändernd und befreiend es sein kann, wenn wir sie endlich loslassen können!

Das Tonband in unserem Kopf

Glaubenssätze sind tief in uns verwurzelte Überzeugungen, Einstellungen, Meinungen und Aussagen, von denen wir selbst glauben, dass sie wahr sind. Wir haben diese Sätze so sehr verinnerlicht, dass sie in unserem Alltag das Steuer übernommen haben. Wir können uns das vorstellen wie ein Tonband, auf dem immer wieder das Gleiche abläuft und unser Unterbewusstsein immer wieder dieselbe Botschaft erhält.

Dabei können wir zwischen positiven Glaubenssätzen, die uns bestärken und Kraft geben und negativen Glaubenssätzen, die uns einschränken, Schuldgefühle verursachen oder durch die wir uns selbst sabotieren, unterscheiden.

Die gute Nachricht ist aber: Genauso, wie man ein Tonband neu bespielen kann, können wir auch unsere limitierenden Glaubenssätze – und damit unser ganzes Mindset – verändern!

Wir können uns darauf fokussieren, was wir wirklich denken wollen und unsere Gedanken quasi neu programmieren – darauf, was uns guttut, uns stärkt und uns Mut und Kraft gibt, um unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten!

„Ein Gedanke ist harmlos,
solange wir ihn nicht glauben“
– Byron Katie-

Viele unserer Glaubenssätze entstehen in unserer Kindheit

Oft sind Glaubenssätze in unserem Unterbewusstsein an ein belastendes Ereignis gekoppelt und bestehen dann fortan – selbst, wenn wir inzwischen Erwachsene sind und das Ereignis, aus dem der Glaubenssatz vielleicht entstanden ist, längst vorbei ist. Wie z.B. unsere Schulzeit.

Sehr gerne werden Glaubenssätze übrigens auch von Generation zu Generation weitergegeben – völlig unbewusst! Wenn wir uns da auf die Suche machen, entdecken wir fast immer den einen oder anderen Glaubenssatz, den wir von unserer eigenen Mutter oder Großmutter noch mitschleppen. In meiner Arbeit erzählen mir Frauen z.B. immer wieder von dem Satz „Ich muss alles alleine schaffen“, den sie von ihren eigenen Müttern gehört haben und der sie jetzt in ihrem Alltag davon abhält, sich Unterstützung zu suchen oder nach Hilfe zu fragen – selbst dann, wenn sich unsere eigene Lebenswelt heute vielleicht massiv von der unserer Mutter unterscheidet, weil wir ganz anderen Herausforderungen oder Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind als früher.

Wenn wir mit einem Glaubenssatz leben, dann wird dieser Satz unser Leben maßgeblich beeinflussen. Er wird unsere Realität gestalten und uns steuern. Egal, was wir machen: Wir werden unseren Glaubenssatz am Ende immer bestätigt finden – die berühmte „self-fulfilling prophecy“ – denn unsere Energie folgt immer unserer Aufmerksamkeit! Deshalb ist es so wichtig, sich dieser Gedanken bewusst zu werden – denn dann können wir sie auch wirklich verändern!

Sobald wir uns selbst viel Aufmerksamkeit im Alltag schenken und uns selbst sehr achtsam zuhören, finden wir heraus, welche Gedanken immer wieder in uns kreisen und welche Sätze wir auch immer wieder laut aussprechen: zu uns selbst, zum Partner, zu den Kindern, zu den Arbeitskolleg/innen. Damit ist der wichtigste Schritt zur Veränderung bereits getan!

Gedanken mit großer Wirkung

Wenn wir es schaffen, den negativen Gedankenkreis zu durchbrechen und uns immer wieder bewusst für positive, stärkende Gedanken wie z.B. „Ich schaffe das!“, „Ich bin eine wundervolle Frau und Mutter“, „Ich bin genau richtig, so wie ich bin“ entscheiden – dann hat das auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, denn wir reduzieren damit das Stresslevel in unserem Körper! Gerade für uns Mütter ein wesentlicher Beitrag, damit wir unseren Alltag entspannt meistern können!

Die Perspektive wechseln

Ich vergleiche einen Glaubenssatz gerne mit einer Farbbrille: Wenn wir eine blaue Brille aufhaben, erscheint die ganze Welt blau. So lange, bis wir sie abnehmen und die Welt durch eine andere Brille betrachten. Und plötzlich merken wir: Hey, die Welt muss ja gar nicht blau sein, sie kann auch rosa, grün oder gelb sein – ich muss dazu nur meine Brille wechseln!

Genauso ist es mit Glaubenssätzen: So lange sie uns nicht bewusst sind, steuern sie unsere Handlungen, unsere Ziele, unsere Absichten, ja – auch unsere persönlichen Grenzen und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Und wir haben kaum Einfluss auf sie.

Nehmen wir die Brille erst einmal ab, gibt’s oft einen unglaublichen AHA-Effekt und ich verspreche euch: Der lohnt sich!

5 Schritte, wie wir unseren negativen Glaubenssätzen auf die Schliche kommen und beginnen können, sie aufzulösen:

 

  • Schritt 1: IST-Analyse
    In welchem Bereich unseres Lebens gibt es immer wieder dieselbe Blockade? Wo haben wir das Gefühl, uns im Kreis zu drehen oder anzustehen? Dort ist es sinnvoll, mit der Recherche zu beginnen! Das kann unsere Arbeit sein, unsere Beziehung, unsere Gesundheit, unsere Finanzen – jeder Bereich unseres Lebens! Die IST-Analyse ist deshalb so wichtig, weil sie uns die Motivation liefert, wirklich etwas zu verändern!
  • Schritt 2: Zauberwort ACHTSAMKEIT
    Wenn wir uns für eine gewisse Zeit gut selbst beobachten und dabei auch gut in uns hineinspüren, werden wir rasch merken, welche Sätze sich immer wiederholen, die uns Energie kosten und uns demotivieren. Dazu ist es wichtig, immer wieder aus dem Alltagstrubel auszusteigen und uns selbst Zeit zu schenken – denn je ruhiger es um uns herum ist, umso leichter fällt es uns, unsere Gedanken wahrzunehmen und in uns hineinzufühlen.
  • Schritt 3: Aufschreiben!
    Eine Art Glaubenssatz-Tagebuch für eine gewisse Zeit (mind. 2 Wochen) hilft uns, uns selbst einen Überblick zu verschaffen und klar zu erkennen, wo es sich lohnt, etwas zu verändern!
  • Schritt 4: Neu definieren!
    Wenn wir uns von altem Ballast verabschieden, dann entsteht Raum für Neues, den es zu füllen gilt. Wenn wir also negative Glaubenssätze loslassen, ist es wichtig, zu definieren: Was wollen wir denn stattdessen denken? Zum Beispiel statt: „Andere schaffen immer alles besser als ich“, könnten wir uns sagen: „Ich höre auf, mich mit anderen zu vergleichen und fokussiere mich auf all meine Stärken und darauf, was mir schon richtig gut gelingt“. Auch, wenn uns der Satz anfangs sehr ungewohnt vorkommt und wir ihn (noch) nicht glauben können, gilt: Die Energie folgt unserer Aufmerksamkeit! Und wenn wir dranbleiben, können wir schon bald die positive Veränderung in uns selbst und in unserem Leben deutlich wahrnehmen.
  • Schritt 5: Wiederholen!
    Unsere alten Glaubenssätze haben uns oft schon richtig lange begleitet und in unserem Gehirn sogenannte „neuronale Autobahnen“ (vgl. Gerald Hüther) gebildet. Wenn wir nun die alten Autobahnen verlassen wollen, um auf neuen Wegen zu gehen, dann braucht es natürlich mehr als einen Versuch – es braucht Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.

„Sie lohnt sich! Die Verankerung von neuen, positiven Denkweisen kann uns so viel neue Leichtigkeit, Freude und Energie in unser Leben bringen.“

 

Auch wenn es im Alltag manchmal nicht so scheint, aber: Wir dürfen jederzeit und immer wieder entscheiden, was wir denken und welche Glaubenssätze in unserem Leben wirken sollen! Wie auch in unserem Kleiderschrank, lohnt es sich auch in unseren Gedanken, regelmäßig auszusortieren und neue Ordnung zu schaffen! Als Eltern dürfen wir damit übrigens auch gleich unseren Kindern ein Vorbild sein!

Übrigens: Wir müssen diese 5 Schritte selbstverständlich nicht alle alleine gehen – mein persönlicher POSITIVER Glaubenssatz lautet „Es darf leicht gehen!“ – und mit etwas Unterstützung geht es oft viel leichter … und wir bekommen neue Perspektiven, die wir so vielleicht noch nie gesehen haben.

Text von Mag. Ruth Theuermann-Bernhard

Beitrag zum Anhören:

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In ihrem bekannten Podcast „raw and real – wie du als Mama wirklich erfüllt leben kannst“ spricht Ruth Theuermann-Bernhard mit starken Frauen über ihren Familienalltag aber auch über ihr Business. Dabei hat sie keine Berührungsängste mit Tabuthemen, im Gegenteil – möchte inspirieren und mit authentischen Geschichten Mut machen.

Zu hören auf: iTunes, Spotify, Youtube & auf mastermum.com

 

Alle Infos zu Mag. Ruth Theuermann-Bernhardt findest du unter:

Website: www.mastermum.com

 

 

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