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Buchtipp & Verlosung: Heilpflanzen für ein starkes Immunsystem von Nadine Berling

Der Bedeutung eines starken Immunsystems für eine gute Gesundheit ist und glaube ich vor allem im Hinblick auf die letzten Monate bewusst. Prof. Dr. Nadine Berling hat ein Buch geschrieben, mit dem sie uns die Kraft der natürlichen Heilpflanzen für unser Immunsystem nahe bringt. Wir können nämlich selbst ganz schön viel dazu beitragen, gesund zu bleiben oder uns von innen heraus zu stärken. Wir haben mit der Autorin gesprochen und verlosen sogar 3 Exemplare, des über 570 Seiten starken Handbuchs.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, dieses Buch zu schreiben? Was ist Deine Vision damit?

Nadine Berling: Ich beschäftige mich mit dem Thema schon seit meiner ersten Berufsausbildung in einer Apotheke in den 1990er Jahren. Seither hat mich das Thema stets begleitet und fasziniert. Die Gesundheit ist eng mit dem Immunsystem verflochten. Schon kleine Abweichungen in der Funktion können schwere Auswirkungen auf den gesundheitlichen Status haben. Zudem gibt es zahlreiche Einflussfaktoren und Wechselwirkungen wie z.B. die Ernährung und der Ernährungsstatus, die Umwelt, in der sich ein Mensch befindet, aber auch kleine Verletzungen (z.B. Schnittwunden) können das Immunsystem herausfordern. Viele Heilpflanzen beeinflussen die Funktionen des Immunsystems direkt oder indirekt.

Bestimmte Heilpflanzen bzw. deren Wirkstoffe aktivieren nachweislich die Abwehrzellen, die zur Bekämpfung von Krankheitskeimen notwendig sind, z.B. Echinacea. Andere Wirkstoffe in Heilpflanzen entlasten das Immunsystem, etwa indem sie Entzündungen abmildern. Das ist etwa bei der Zaubernuss der Fall.

Die Anwendung von Heilpflanzen eignet sich sehr gut bei leichten oder mittelschweren Beschwerden. Zudem sind ihre Zubereitungen oft gut verträglich. Mit meinem Buch möchte ich zeigen, welches Potenzial in der Naturmedizin steckt. Vieles, was heute wissenschaftlich untersucht ist, beruht auf Erfahrungen und Beobachtungen der vergangenen Jahrhunderte. Ich wünsche mir, dieses spannende und wichtige Wissen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, das Potenzial von Heilpflanzen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich und kritisch zu hinterfragen. Es ist leider so, dass es zu der Anwendung vieler Heilpflanzen nur sehr wenige wissenschaftliche Studien gibt, die den Effekt untersuchen. Ich wünsche mir, dass in Zukunft wieder mehr untersucht und geprüft wird. Wenn Zweifel und Unwissenheit zu der Wirksamkeit ausgeräumt werden, findet die Naturmedizin eine noch breitere Akzeptanz.

Wie können wir Frauen wieder stärker den Zugang zur Natur finden und warum ist das wichtig?

Nadine Berling: Ich denke, die Frage, die sich eine jede (und ein jeder) stellen sollte, ist: Welche Vorteile hat dieser Zugang zur Natur bzw. der Aufenthalt und die Beschäftigung damit? Dass ein Spaziergang im Wald zu einer messbaren Reduktion von Stressbotenstoffen im Blut führt, wurde vielfach gezeigt. Viele Pflanzen sind Heil- und Nahrungspflanzen gleichzeitig. Die Blätter der Brennnessel enthalten z.B. Substanzen, die die Harnwege durchspülen. Junge Brennnesselblätter eignen sich überdies als nährstoffreiches Gemüse. Sie enthalten über 700 mg Kalzium pro 100 g, was sehr viel ist. Der Referenzwert für die tägliche Kalziumzufuhr seitens der Österreichischen, Deutschen und Schweizerischen Gesellschaften für Ernährung liegt bei 1.000 mg täglich. Zum Vergleich: Spinat enthält ca. 120 mg davon, Feldsalat 35 mg.

Die Natur beinhaltet alle grundlegenden Elemente für ein gesundes Leben. Schließlich sind die Erde – und damit die Natur – der Körper auf dem wir existieren. Wer sich stärker mit der Natur (und der Naturheilkunde) beschäftigt hat, sollte sich im ersten Schritt informieren, z.B. durch Bücher und Vorträge. In der Vergangenheit habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass zwar Interesse an Heilpflanzen und Nahrungspflanzen besteht, aber Bestimmungskenntnisse fehlen. Hier kann ich Kurse zur Pflanzenbestimmung oder mit Kräuterpädagoginnen empfehlen.

Warum es so wichtig ist, unser Immunsystem zu stärken? Und: Ist es wirklich möglich, dass wir das selbst tun?

Nadine Berling: Das Immunsystem ist die Grundlage für eine gute Gesundheit. In erster Linie ist es wichtig, seine natürliche Funktion zu erhalten. Gestärkt werden muss es in Lebensphasen mit besonderen Herausforderungen, z.B. bei anhaltendem Stress, wenn eine Erkältung der nächsten folgt usw..

Es klingt ein wenig abgedroschen, aber die wichtigsten Säulen für den Erhalt eines gesunden Immunsystems sind eine gesunde Ernährungsweise und der Ernährungsstatus: Sowohl Über- als auch Unterernährung beeinträchtigen die Funktionen des Immunsystems.

Zudem spielen die Lebensweise und die Umwelt wichtige Rollen: Täglich ein offenes Zeitfenster für Entspannung in das Leben zu integrieren, Wechselduschen und ausreichend Schlaf sind Beispiele dafür, was das Immunsystem entlastet.

Zwei Fragen an Dich: Was ist Dein persönliches Lieblingskraut? Was ist das Wichtigste, dass Du den Jubeltage-Leserinnen mitgeben möchtest?

Nadine Berling: Ein Lieblingskraut habe ich nicht. Ich finde jede einzelne Pflanze durch ihre Eigenheiten faszinierend und besonders. Das Wichtigste, was ich den Leserinnen mitgeben möchte, ist, dass die Natur alle basalen Dinge für unsere gute Gesundheit beinhaltet. Wie alle naturheilkundlichen Systeme ist auch die Europäische Heilpflanzenkunde primär auf Prävention von Krankheiten und die Behandlung von leichten Beschwerden ausgelegt. Dafür ist sie optimal geeignet.

natur immunsystemBuchverlosung: Jubeltage verlost in Kooperation mit dem Remote Verlag 3 Exemplare des über 570 starken Buchs von Prof. Dr. Nadine Berling. Um teilzunehmen, verrate uns mit welchen Mitteln aus der Natur du dein Immunssystem stärkst. Ausgelost wird am 26.11.2021 – viel Glück!

 

 

Über die Autorin: „Dr. rer. medic. Nadine Berling (geb. 1976) absolvierte das Studium der Ökotrophologie in Osnabrück und Kathmandu (Nepal) von 2000 bis 2004, nachdem sie mehrere Jahre in der pharmazeutischen Branche tätig war. Zwischen 2005 und 2008 promovierte sie in theoretischer Medizin über Heilpflanzen in der Tibetischen Medizin an der Humboldt Universität zu Berlin. Die Durchführung ihrer Forschungstätigkeit erfolgte in Nord-Indien und Nepal. Seit 2008 arbeitet Nadine Berling als Autorin zu Ernährung, Medizin und Heilpflanzen. Ihre Fachbücher, Patientenratgeber und Artikel werden international gelesen und in andere Sprachen übersetzt. Parallel arbeitet Nadine Berling als zertifizierte Ernährungstherapeutin (VFED).

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5 comments

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Patrizia 17. November 2021 at 14:21

ich hab noch gar nicht so viel Erfahrung mit diesem Thema… was ich aber auch wichtig finde und glaube, dass es wahnsinnig wichtig ist: sich in der Natur bewegen, die frische Luft zu atmen und abzuschalten… ich würd mich riesig über den Gewinn eines Buches freuen, um damit noch viel mehr dazulernen zu können ❤

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Karin Walter 18. November 2021 at 16:34

Ich schwöre auf Melissengeist, wenn sich eine Erkältung ankündigt!

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daniela 18. November 2021 at 23:19

Sanddornsirup und Löwenzahnhonig… sind meine Favoriten

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Susanne 19. November 2021 at 12:09

Zitrone 🍋 ist mein Begleiter – ist basisch und für mich optimal
Am Morgen warmes Wasser mit Zitrone und hie und da mit 🍯 Honig
Love it

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Andrea 24. November 2021 at 22:30

Die Zistrose ist mein Favorit bei der Erregerabwehr. Sie hindert Erreger an der Vermehrung und ist voll mit Antioxidantien und Polyphenolen, die das Immunsystem stärken.

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