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23 Tage Business ohne Instagram: Meine ersten Erkenntnisse

Ich habe ja versprochen, mich immer wieder mal zu melden und von meiner Instagram-Auszeit zu berichten. Über 3 Wochen bin ich jetzt schon „ausgestiegen“ und es ist wirklich spannend zu beobachten was so passiert. Vielleicht klingen die kleinen Änderungen, von denen ich dir berichte für dich belanglos, für mich machen sie einen großen Unterschied.

Entzugserscheinungen.

Ich gebe es offen und ehrlich zu: Als ich mit am 31. Mai 2022 auf Instagram bis September verabschiedet habe ist es mir sehr leichtgefallen. Ich habe die Story wartend bei meiner Ärztin ganz am Abend gemacht und mich durch die Leichtigkeit, die ich empfunden habe, in Sicherheit gewiegt ;). Die Entzugserscheinungen machten sich erst am nächsten Tag bemerkbar. Der 1. Juni war ein Mittwoch mit einigen Terminen und ich habe mich selbst dabei beobachtet, dass ich mindestens 40x den @jubeltage Instagram Account gecheckt bzw. zumindest geöffnet habe. In den Tagen darauf wurde es immer leichter, allerdings habe ich ganz oft den Drang verspürt eine Story zu machen oder etwas zu teilen. Die Frage: „Was passiert mit meinen Followerinnen in der Auszeit? Wie viele werden sich verabschieden?“ War auch etwas, das mich in den ersten Tagen massiv beschäftigt hat. Und immer wieder ganz unbewusst der Griff zum Handy bzw. Instagram App auf „Ah … nein, bin ja jetzt nicht auf Instagram“ und wieder zu. Dadurch wurde mir bewusst, wie „abhängig“ ich von dieser App geworden war.

Schlechtes Gewissen.

In den ersten 10 Tagen hat mich auch immer wieder ein schlechtes Gewissen geplagt … z.B. meinen Partnerinnen gegenüber. Gemeinsam mit Anja Fischer von @gaensebluemchensonnenschein begleite ich mit ENIA – Frausein in meiner Natur als auch den Rauhnächten Frauen bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Anja ist weiterhin auf Instagram sehr aktiv, ich bin es nicht. Meine Followerinnen schwinden, ihre steigen. Sie baut weiterhin Reichweite auf, ich nicht. Das hat mich dahingehend beschäftigt als ich mir gedacht habe ob es „fair“ ist, wenn ich auf diesem Kanal nicht mehr aktiv bin sie aber schon. Anja hat damit kein Thema … aber ich  Meine Gästinnen vom jubelTÖNE Podcast hatte ich natürlich auch im Hinterkopf. In den nächsten 3 Monaten würde ich sie zwar euch über den Newsletter vorstellen können, aber eben nicht auf Social Media. Nachdem ganz viele meiner Podcast-Gesprächspartnerinnen noch sehr kleine Accounts haben, war das immer auch ein Zusatz-Benefit für sie, dass ich sie auf Instagram vorgestellt habe. Das fällt jetzt weg. Allerdings hat der Jubeltage Newsletter mehr als 4400 Abonnentinnen, was ja auch nicht so wenige sind.

Übriggebliebene Zeit und gesunder Abstand.

Was ich wirklich massiv spüre, ist die Zeit, die ich zur Verfügung habe, weil sie mir übrigbleibt! Es waren über 2 Stunden am Tag (exklusive Erstellung von Inhalten) also insgesamt ca. 3 Stunden pro Tag. Das sind 21 Stunden pro Woche und die spüre ich enorm. Ich habe in der Zeit vom 1. Juni bis jetzt 3 (!!) Bücher gelesen. Das habe ich die Monate nicht geschafft. Ach ja, für alle die sich fragen, wie ich das mit meinem privaten Account gelöst habe: Unter dem Motto „Alles darf, nichts muss.“ Ich habe meinen privaten Instagram-Account weiterhin am Handy und ich schau auch immer wieder mal rein. Aber: Ich poste nichts (schon gar nicht im Feed) und ich fühle mich auch nicht verpflichtet auf andere Postings zu reagieren oder sie zu kommentieren. Wow! Das hat mir am allermeisten die Augen geöffnet. Dadurch habe ich eine völlig neue Distanz zu Instagram bekommen.

Perspektivenwechsel

Und jetzt kommt der für mich aus Business-Aspekt im Moment spannendste Teil an meiner Instagram-Auszeit. Ich merke langsam, aber sicher einen Perspektivenwechsel. Wenn ich mit meinem privaten Account auf Instagram bin, dann bin ich Kundin bzw. Konsumentin der Inhalte der Accounts, denen ich folge. Mir wird immer klarer, welche Accounts meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, welche Inhalte mich wirklich faszinieren und welche nicht. Nachdem ich seit vielen Jahren auf der anderen Seite in dem Instagram-Strudel war, konnte ich mich gar nicht mehr richtig in meine Followerinnen hineinversetzen. Das gelingt mir jetzt wieder. Manche Postings die mir als private Karin unterkommen sind einfach inhaltslos und belanglos. Sie bieten absolut keinen Mehrwert. Manche Personen hinter den Accounts holen mich einfach nicht ab, weil sie nicht authentisch wirken und manche posten einfach, weil sie jeden Tag posten müssen – für den Algorithmus. Das spürt man als Followerin. Diese neue Perspektive ist unfassbar wertvoll für mich und für mein Business.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie diese Reise weitergeht. Jeden Tag passiert etwas Neues und taucht etwas Neues auf. Ich melde mich wieder 🙂

Deine Karin

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