Achtsamkeit

2 Jahre Jubeltage-Blog: Soll es wirklich weiter gehen?

Daniel Jędzura, 2. Jubiläum Jubeltage
Foto Daniel Jędzura

Morgen, am 27. Februar 2017 feiert Jubeltage seinen zweiten Geburtstag! Wohooooo! Während mein Mann und meine zwei Mädels an diesem Sonntag noch schlafen, sitze ich hier an meinem Schreibtisch und wollte einen neuen Blogpost vorbereiten. Stattdessen hatte ich dann aber spontan den Wunsch ein wenig über die letzten 2 Jahre nachzudenken und vor allem auch darüber wie und ob es weitergehen soll…

Ich lerne das Leben zu feiern – und jeden Tag mehr

Als ich Ende Februar 2015 den Blog gegründet habe, hatte ich nicht die geringste Ahnung wie stark diese Entscheidung mein Leben und auch das meiner Familie verändern würde. Das klingt jetzt vielleicht für einige von euch zu dramatisch, aber ich empfinde es einfach so. Der für mich wesentlichste Punkt ist sicherlich, dass ich mein Leben seitdem viel intensiver und bewusster wahrnehme und täglich versuche das Motto von Jubeltage „Das Leben feiern“ in meinem Alltag zu verwirklichen. Das mag einerseits mit dem Schreiben darüber aber auch damit zusammenhängen, dass ich mich seit dem Jahr 2014 intensiv mit dem Thema Achtsamkeit beschäftige. Der Blog unterstützt mich sehr dabei, weil ich durch ihn viele Dinge wahrnehme die ich früher nicht bewusst erlebt hätte. Ein frischer Strauß Blumen, ein gutes Essen, ein schönes Gedeck oder eine hübsche Deko, Farben die zusammenpassen… Menschen die mich schon länger kennen wissen, dass ich noch vor einigen Jahren ein äußerst pragmatischer Typ war, der für „Schi Schi“ nur sehr wenig übrig hatte. Mittlerweile kann ich „Schi Schi“ unglaublich genießen ;) – dafür bin ich sehr dankbar.

PartnerInnen, Freunde und die besten LeserInnen die es gibt

Aber nicht nur dafür! Durch Jubeltage sind so viele wunderbare Menschen in mein Leben gekommen die ich ohne den Blog niemals kennengelernt hätte. Wie zum Beispiel PartnerInnen und Bloggerinnen aus allen Bereichen die mit einem bewundernswerten Enthusiasmus und einer unglaublichen Professionalität ihr Business betreiben. Einige von ihnen sind für mich in den letzen zwei Jahren zu Freundinnen geworden und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie es vorher ohne sie war. Besonders dankbar bin ich auch über die vielen Jubeltage-LeserInnen, die ganz am Anfang vor allem aus Familie, Freunden und Bekannten bestanden :). Das hat sich mittlerweile stark geändert, denn es sind ca. 5000 Leute die Jubeltage auf Social Media folgen und über 36.000 Nutzer die im letzten Jahr am Blog das Leben gefeiert haben! Ich freue mich so sehr über jeden Kommentar und jedes Like auf den diversen Plattformen und am meisten darüber wenn meine Ideen euch dazu inspirieren den Alltag und eure Jubeltage in vollen Zügen zu genießen.

Zweifel, Druck und Rechtfertigungen

Was viele meiner LeserInnen allerdings nicht wissen: Bloggen ist nicht mein Hauptberuf. Ich bin selbständige IT-Projektleiterin und berate und begleite Nonprofit-Organisationen und die öffentliche Verwaltung bei ihren Digitalisierungsprojekten. Ich liebe das – genau so sehr wie Jubeltage! Entweder – oder gibt es nicht, denn genau die Mischung der beiden sehr gegensätzlichen Bereiche macht mein Leben so reichhaltig und erfüllt. Obwohl das Bloggen nicht mein Job ist, verspüre ich in letzter Zeit immer öfter einen unheimlichen Druck „zu liefern“ und zweifle an mir. Da frage ich mich dann schon: Feiere ich noch das Leben…

…wenn ich mich halbkrank (nach einer durchwachten Nacht, weil eines der Kinder krank ist) und einem anstrengenden Arbeitstag um 22.00 Uhr hinsetze um einen Blogpost zu schreiben, weil ich schon seit einer Woche keinen neuen mehr online gestellt habe?

…wenn ich um 22.30 im Bett liegend, angestrengt auf meinem Handy nach einen passenden Instagram-Foto suche, weil der Tag einfach absolut langweilig war und nichts Instagram-worthy genug erscheint?

…wenn ich damit konfrontiert werde, dass meine Sachen „zu perfekt“ für das echte Leben sind und mich das zum Zweifeln bringt?

…wenn ich beim „gemütlichen“ Kuchenbacken mit meinen Mädels einen Wahnsinns-Stress kriege, weil das Licht zum Fotografieren gleich weg ist?

…wenn Familien-Jubeltage zu kleinen Projekten ausarten, weil ich die Ideen unbedingt auch auf dem Blog zeigen möchte?

…wenn ich viel Liebe und Freude in einen Blogpost stecke, aber die Zugriffszahlen schlecht sind und ich grüble was der Grund dafür sein könnte?

Ja, es geht weiter – aber anders…

Das alles hat mich sehr zum Nachdenken bewegt bis hin zu dem Punkt, ob es nicht besser wäre damit aufzuhören auf Jubeltage zu bloggen. Heute beim Sonntagsfrühstück hab ich diese Gedanken mit meiner (wirklich sehr) erstaunten Familie geteilt. Ich hätte niemals damit gerechnet, wie sehr sie mich darin bestärken weiterzumachen! Eigentlich haben sie das laut ausgesprochen was ich tief drinnen in mir schon gespürt habe: Die letzten 2 Jahre waren wunderschön und ich die positiven Einflüsse des Jubeltage-Blogs auf unser Leben sind wesentlich größer als die negativen. Das heißt: Ja, es geht weiter, aber auf jeden Fall anders:

Auf Jubeltage wird es weiterhin schöne Fotos in hoher Qualität und Texte mit Herz & Hirn geben. Ganz ehrlich, warum soll ich über Dinge schreiben und schlechte Fotos online stellen, die mir selbst nicht gefallen nur damit es nicht den Eindruck erweckt „zu perfekt“ zu sein? Nein, sorry… kommt nicht in Frage. Qualität ist mir wichtig, jeder hat hier einen anderen Anspruch und das ist auch gut so.

Ich werde wieder mehr den Fokus darauf legen selbst „Das Leben zu feiern“ und wenn es sich nicht danach anfühlt, dann lasse ich es lieber. Blogposts die mit Druck geschrieben werden sind auch nicht spaßig zu lesen und das steht für mich an erster Stelle: Euch LeserInnen mit den Inhalten wirklich Freude zu bereiten! Wenn ich nur einem oder einer von euch mit einer Idee, einem Rezept oder einer Checkliste einen wunderbaren Jubeltag bereiten kann, macht mich das vollkommen glücklich! Das ist genug – mehr braucht es für mich nicht.

Schon allein deshalb freue ich mich seeeeehr auf das nächste Jahr mit euch & trällere jetzt „Happy Birthday toooo Jubeltage“ ;)
Alles Liebe,
Eure Karin

Titelfoto: Daniel Jędzura

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